Am 25. März 2026 wurde im Kreistag der Kreishaushalt 2026 verabschiedet. Was bedeutet dies für Meerbusch und wie beeinflusst es uns?
Der intensiv diskutierte Hebesatz der Kreisumlage wurde auf 35,87 % festgelegt – genau auf dem Niveau, das unser Bürgermeister Christia Bommers gemeinsam mit seinen Amtskollegen des Rhein-Kreis-Neuss in ihrem Schreiben vom 24.02.2026 gefordert haben. Dabei wurde ein globaler Minderaufwand in Höhe von 0,5 % berücksichtigt.
Die Entscheidung zeigt: Auch der Kreis steht – genau wie die Stadt Meerbusch – vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Besonders steigende Sozialausgaben, etwa für Transferleistungen nach SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt), SGB IX (Eingliederungshilfe) und SGB II (Kosten der Unterkunft), sowie die höhere Landschaftsumlage belasten den Haushalt spürbar.
Das Ziel des Kreishaushaltes ist: Die Handlungsfähigkeit des Kreises soll gesichert bleiben und gleichzeitig sollen die Städte nicht übermäßig belastet werden.
Der Kreishaushalt wurde schließlich mit großer Mehrheit beschlossen – getragen u. a. von CDU, FDP, SPD, Grünen und UWG/Freie Wähler.
Ein Blick auf die Entwicklung des Hebesatzes zeigt: 2025 lag er noch bei 34,90 %. Die jetzige Anpassung beinhaltet eine leichte Anhebung des Hebesatzes.
Das ist für Meerbusch sehr viel Geld!
Gleichzeitig sollte nicht vergessen werden, dass in den Jahren vor 2017 Hebesätze von um die 40 % (Peak: 45,71% in 2006) beschlossen wurden.
Der Fraktionsvorsitzende der Kreis-CDU, Wolfgang Wappenschmidt, betonte in seiner Haushaltsrede:
„Diesen Weg sind wir gegangen: Wir verbinden Konsolidierung und Zukunftsorientierung miteinander. Wir sparen, wo es sinnvoll ist. Wir entlasten die Kommunen, soweit es möglich ist. Ohne die Handlungsfähigkeit des Kreises zu gefährden. Denn ein handlungsfähiger Kreis ist kein Selbstzweck vielmehr die Voraussetzung dafür, dass Aufgaben zuverlässig erfüllt werden, dass die Kommunen die Unterstützung erhalten, auf die sie angewiesen sind, und dass wir alle – Kreis wie Städte und Gemeinde – die Zukunft aktiv gestalten können. Wird diese Handlungsfähigkeit geschwächt, dann bleiben die Folgen nicht auf Kreisebene begrenzt. Sie wirken sich unmittelbar auf jede einzelne Kommune aus.”
Werner Damblon, Fraktionsvorsitzender der CDU Meerbusch, äußert sich zufrieden über die Entscheidung: „Ich bin froh, dass es im Kreis zu einer Einigung gekommen ist, die auch die Interessen der Kommunen angemessen berücksichtigt.“