Die Wahlergebnisse der CDU bei den Landtagswahlen im September sind tatsächlich desaströs. Die Union als letzte Volkspartei in unserem Land droht ihre Bedeutung zu verlieren. Wir alle haben in vielen Gesprächen der letzten Wochen – sei es mit Parteifreundinnen und Parteifreunden, sei es mit Wählern – erlebt, dass Verzweiflung, Trauer und Ärger bis hin zum Zorn um sich greifen.
Ich sage erst einmal ganz grundsätzlich dazu: große Aufgeregtheit bis hin zur Panik sind keine guten Ratgeber. Es gilt bei allem Verständnis dafür erst einmal, Ruhe zu bewahren und die Situation realistisch zu analysieren. Deshalb halte ich auch nichts davon, jetzt überstürzt einen Kanzlerwechsel oder einen Koalitionsbruch zu fordern. Der öffentlichen Meinung, die im Kern darauf hinausläuft, dass Friedrich Merz an praktisch allem schuld ist, müssen wir entschlossen entgegentreten. Auch wenn Kritik an ihm sicherlich erlaubt ist, sollte man trotzdem realistisch bleiben: „CDU pur“ ist in einer Koalition leider nicht möglich. Die negativen Einflüsse durch Kriege und Krisen in der Welt lassen sich auch nicht mit einem Federstrich beseitigen. Versäumnisse der letzten Jahrzehnte können nicht in Monaten korrigiert werden. All das erfordert die richtigen Zielsetzungen, mühsame Arbeit und Geduld. Dafür müssen wir mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation mit den Bürgern werben.
Wir hier vor Ort in unserer Kommune werden konsequent weiter unsere Arbeit machen. Die Bürger sollen erleben, dass die CDU weiter dafür sorgt, unsere lebenswerte Stadt zu erhalten und sie mit Vernunft und Umsicht den Anforderungen der Zukunft anzupassen.
Das traue ich genauso der CDU und unserem Ministerpräsidenten Hendrik Wüst in NRW zu. In Berlin müssen wir sehr schnell zeigen, dass es auch auf dieser Ebene für den Bürger sichtbar zu Erfolgen für die Zukunft Deutschland’s kommt.
Lassen Sie uns gemeinsam dafür arbeiten!